Mittwoch 05 Februar, 2014

Meet the Filmmakers: Sherlock


Sherlock

Einmaliges Event im Apple Store Regent Street zur dritten Staffel der Erfolgsserie Sherlock.


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Bereits um 7 Uhr in der Früh warteten die ersten Fans vor dem Apple Store Regent Street London, um sich beim kurzfristig angesetzten “Meet the Filmmakers”-Event die besten Plätze zu sichern. Bis eine Stunde vor dem Event hatte sich die Menge (der mehrheitlich weiblichen Fans) bereits auf rund 300 vergrössert.

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Um 18Uhr war es dann soweit: Boyd Hilton begrüßte Sue Vertue, Steven Moffat, Benedict Cumberbatch und Amanda Abbington auf der Bühne. Amanda brachte, wie zuvor auf Twitter angekündigt, ihren „pal“ mit, und so nahm zur Freude aller auch Martin Freeman teil. Der Cast wurde von der Menge mit lautem Applaus begrüsst, und das Q&A rund um die dritte Staffel von Sherlock konnte beginnen.

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Die ersten Fragen bezogen sich auf den internationalen Erfolg von Sherlock, von dem alle Anwesenden sehr berührt waren, sowie Benedicts Popularität besonders in Japan. Danach kam Boyd auf das Casting von Young Sherlock zu sprechen, welcher von Steven Moffats Sohn gespielt wird, der sich nun eine Schauspielkarriere als Ziel gesetzt hat. Auch wenn sein Vater Autor der Serie ist, so musste er dennoch vorsprechen, um gecastet zu werden. Amandas Casting kam ebenfalls zur Sprache. Darüber scherzte Steven Moffat, dass Amanda die logischte Wahl gewesen wäre, da es keine andere Frau gäbe, mit der Martin Freeman glaubwürdig aussehen würde.

Im Folgenden standen hauptsächlich die Episode ‘The Sign of Three’, die Hochzeit und der Junggesellenabschied im Mittelpunkt. Benedict und Martin hatten sehr viel Spass beim Drehen der Stag Night. Martin wunderte sich jedoch, dass es eine Szene nicht in die Episode geschafft hatte, während sein albernes Zeigen auf Sherlock bei ihrem “Who am I?”-Spiel (welches eigentlich nur Benedict zum Lachen bringen sollte) beibehalten wurde: Ursprünglich fanden sich Sherlock und John nämlich in einer Schwulenbar wieder, und Sherlock ist äußerst verwundert, alle Männer mit freien Oberkörper zu sehen.

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Eine von Benedicts und Amandas Lieblingsszenen der dritten Staffel ist die Heirat und deren Vorbereitungen. Auch Martin war sehr angetan von den Dreharbeiten dazu: „Wir hatten einige nette Tage an einem tollen Set mit sehr netten Leuten, und wir konnten Ben zusehen, wie er seinen Monolog vorträgt… Zudem spielten wir auch Spiele zwischen den Takes, während er [Ben] einen Nervenzusammenbruch erlitt“. Eines der Spiele war „Give us a clue“ mit Una Stubbs, verriet Amanda. Benedict lobte an dieser Stelle auch die Arbeit der Statisten in dieser Episode.

Natürlich kam auch Gegenspieler Magnussen, gespielt von Lars Mikkelsen, zur Sprache. Steven Moffat hatte von Anfang an einen Plan für den Charakter: er sollte ein klarer Kontrast zu Moriarty (Andrew Scott) sein.  Moffat versuchte bereits im Skript besonders die kleinen Details herauszuarbeiten, wie zum Beispiel Magnussens minimale Delikte (wie z.B. das Schnipsen in Johns Gesicht; deswegen die Polizei zu rufen wäre lächerlich). Martin musste das Schnipsen von Lars Mikkelsen übrigens über 3 Tage ertragen, was Benedict bis heute noch sehr lustig findet, da es jedes Mal ein „bong“ Geräusch von Martins Schädel gab.

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Wie erwartet, gab es auch zahlreiche Fragen zu Andrew Scott und seinem Charakter Moriarty. Mark Gatiss hatte im Schneideraum die Idee, die Post-Credit Sequenz mit Moriarty einzubauen. Moffat neckte die Fans dazu, indem er scherzte: “Ich war genauso überrascht wie alle anderen, als er auf einmal auftauchte. Er war definitiv tot. Man kann nicht vortäuschen, sich ins Gesicht zu schiessen. Sein Hinterkopf trat ja quasi aus. Ich weiss nicht, was los ist, aber ich freue mich schon auf die Lösung in vier bis fünf Jahren, wenn wir die nächste Episode drehen.” Benedict fügte noch hinzu, dass er bei Fragen, die sich auf den Cliffhanger beziehen, gut 2 Jahre durchhalten und mit “Errr, errr, errr” antworten könne. Fans der Serie müssen natürlich keine 4 Jahre warten, bis diese wieder auf die Bildschirme zurückkehrt. Sue Vertue verriet, dass es im Moment Verhandlungen gäbe.

Fragen von Zuschauen kamen in Bezug auf die Chemie zwischen den Schauspielern, worauf Martin antwortete, dass es meist Glück sei, denn entweder sei sie da oder nicht, dennoch müsse immer daran gearbeitet werden. Benedict fiel es in Series 3 einfacher, die Chemie wieder aufzubauen, da bereits ein Grundstein in den vorangegangenen Staffeln gelegt worden ist. Eine weitere Frage bezog sich auf die Schauspieler und ihre Rollen und mit welchem Charakterzug sie sich am meisten identifizieren. Amanda sagte, dass Benedict in einer Hinsicht schon wie Sherlock sei, denn er sei äußerst akribisch. Benedict fügte hinzu, dass er auch sehr verdreht und ungeduldig sei und sich leicht ablenken ließe. Die letzte Frage bezog sich auf Fanart und Fanfiction. Moffat und der Cast antworteten höflich, dass es sie freut, wenn Fans sich mit der Show und den Charakteren auseinandersetzen, und diese Arbeiten auch Quelle von Kreativität seien (was auch Grundlage vieler Shows sei).

Ein sehr nettes Interview und Q&A mit neuen Einsichten zu Serie und Schauspielern. Das Event gibt als Video und Audio- Podcast unter: Meet the Filmmakers:Sherlock

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