Rosencrantz & Guildenstern Are Dead (2013) Theater

Rosencrantz and guildenstern

Zum 50. Jubiläum des National Theatre spielt Benedict eine kurze Szene aus „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“.

Am 2. November 2013 feierte das National Theatre in London sein 50jähriges Bestehen und zeigte in einem 2-stündigem Event nochmal Ausschnitte der wichtigsten Stücke seit 1963 (eine Zusammenfassung des großartigen Abends könnt ihr hier nachlesen).
Benedict nahm an den Feierlichkeiten ebenfalls teil und spielte gemeinsam mit Kobna Holdbrook-Smith einen Ausschnitt aus „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“.

Das Stück des britischen Dramatikers Tom Stoppard mit dem Originaltitel „Rosencrantz and Guildenstern are dead“ stammt aus dem Jahr 1966 und wurde erstmals 1967 im National Theatre aufgeführt. Stoppard, geboren 1937 in der damaligen Tschechoslowakei, ist heute einer der bedeutendsten zeitgenössischen Dramatiker Großbritanniens. Rosencrantz and Guidenstern are dead war Stoppards großer Durchbruch, dem zahlreiche weitere Stücke und Arbeiten folgten.
1990 verfilmte er sein Erfolgsstück der beiden Hamlet Figuren, 1998 zeichnete sich der Dramatiker als Drehbuchautor des mehrfach ausgezeichneten Films Shakespeare in Love aus.

Worum geht es:
Rosenkranz und Güldenstern sind ursprünglich zwei Nebenfiguren in Shakespeares Hamlet, die zwei unglücklichen Schulfreunde des Dänenprinzen, die von Claudius und Gertrude auf Hamlet angesetzt wurden.
In Stoppards Theaterstück sind sie die beiden Hauptfiguren, die das tragische Schicksal der Shakespeare’schen Vorlage aus ihren Blickwinkel neu erzählen. Dabei sind sie mit der Einschätzung der Vorgänge sichtlich überfordert, verstehen weder Hamlets Verhalten noch den Sinn ihres eigenen Schicksals.
Skurril und mit viel Komik erinnern die beiden Freunde an die Protagonisten in „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett, wie sie sich die Zeit mit Warten auf ihrem Freund Hamlet vertreiben, der offensichtlich nicht kommt. Und während sie warten, spielen sie Frage-Antwort-Spiele, reden, streiten, hadern, denken (in ihren eigenen Welten), sind traurig, fröhlich, liebenswert und durchtrieben. Doch wohin geht die Reise? Sind sie vielleicht zum Schluß tatsächlich tot, wie in der Tragödie bereits angekündigt?

First Ambassador:
“The sight is dismal;
And our affairs from England come too late:
The ears are senseless that should give us hearing,
To tell him his commandment is fulfill’d,
That Rosencrantz and Guildenstern are dead:
Where should we have our thanks?”
(Hamlet, Akt 5,Szene 2)

Den Auszug gibt es hier zu sehen:

Weitere Infos:
Das Theaterstück gibt es bei Amazon.



Image Credit: BBC