Review: Benedict Cumberbatch, In Transition

tumblr_inline_mlz3e0Pw741qz4rgpBenedict Cumberbatch – In Transition

Geschrieben von Lynnette Porter und herausgegeben von MX Publishing, Benedict Cumberbatch – In Transition: An Unauthorised Performance Biography ist keine gewöhnliche Biographie wie wir es von den meisten anderen Star-Biographien kennen. Die Autorin legt ihren Fokus fast ausschliesslich auf die Karriere von Benedict und gibt einen Überblick über seine Projekte, unterlegt mit zahlreichen Zitaten und Anekdoten.

Das Buch beginnt nach einer langen Einleitung mit Benedict’s Kindheit und seiner Ausbildung in Harrow, Manchester und LAMDA, in der einige sehr nette Zitate von seiner Mutter, Wanda Ventham, miteingearbeitet sind. Wir, als Theaterfans, freuen uns, dass das Kapitel über seine Karriere am Theater besonders ausgiebig ausfällt. Porter nimmt Bezug auf Benedict’s erste Rollen am Regent’s Park Open Air Theatre, und man erhält eine umfassende Analyse (inklusive Auszügen aus Interviews und Reviews) zu Hedda Gabler, Rhinoceros, The Arsonists und After the Dance. Frankenstein wird zudem noch wesentlich ausführlicher behandelt. Bereits hier wird deutlich, dass sehr viel Zeit und Recherche in das Buch geflossen sind.

Auch Benedict’s Rollen vor seinem Durchbruch in Sherlock, insbesondere Van Gogh: Painted with Words, Inseparable und Third Star im Filmbereich sowie Cabin Pressure und Copenhagen im Radiobereich, werden umfassend beschrieben. Porter stellt zudem seine “Turning Point” Performances heraus. Zu diesen zählt Porter Hawking, Sherlock, Tinker Tailor Soldier Spy und Frankenstein.

Auch einen Blick auf Star Trek Into Darkness, The Hobbit und The Imitation Game fehlt nicht. Das schwächste Kapitel des Buches befasst sich mit dem zunehmenden Celebrity-Status, welcher mit steigendem Erfolg oft mit sich kommt. Sie diskutiert, wie der Erfolg vor allem durch Sherlock sein Leben gewandelt hat. Dies ist auch das einzige Kapitel im Buch, was sich direkt mit seinem Privatleben auseinandersetzt.

Benedict Cumberbatch – In Transition kann als eine Art Enzyklopädie für Benedict’s Werke angesehen werden, und ist für Fans, die mehr über seine Arbeit vor Sherlock  wissen wollen sehr angebracht. Eingefleischte Fans werden jedoch vieles schon wissen, und einige der zitierten Quellen schon mehrmals gelesen und gehört haben. Der Leser steht zudem vor einen sehr faktengetriebenen Buch (allein die Anzahl der Fussnoten machen dies sichtbar), welches sehr trocken und dadurch schwer zu lesen ist. Hinzu kommt, dass einige Formulierungen und Kommentaren etwas unbeholfen wirken. Wir hätten uns gefreut, wenn auch einige Bilder mit eingeflossen wären, um die Rollen, die beschrieben werden, näher zu kommen.

 

Benedict Cumberbatch, In Transition gibt es bei Amazon Deutschland als Taschenbuch und EBook für den Kindle, sowie für das iPad.