Review: Cabin Pressure Recording 16.12.2012

Benedict als Captain Crieff und seine MJN Crew einfach hinreißend.

Im letzten Winter gab es zur Freude aller Fans endlich das langersehnte Recording zu den neuen Abenteuerflügen der MJN Airline (für diejenigen, die diese SITCOM nicht kennen, findet ihr hier alle Details).

Wie auch für die vorangegangenen Recordings verloste die BBC in Summe 600 Freitickets für 3 Aufnahmetermine. Über 17.000 Bewerbungen trafen dafür ein – wir hatten das Glück an zwei Recordings teilnehmen zu können.

Der 16. Dezember startet für uns sehr früh mit dem Anstellen vor den RADA Studios um die heißbegehrten Nummern, die auf die Vorabtickets geklebt wurden. Nur mit einer dieser Nummern auf dem Vorabticket durfte man letztlich dann auch zum Recording. Bis die Nummern ausgeteilt wurden, hatten wir viel Spaß mit den anderen wartenden Fans, die zum Teil aus ganz Europa angereist waren.

Im Laufe des Vormittags kam als erster dann John Finnemore. Er ging mit einem breiten Lachen und viel „Thank you!“ an der langen Schlange der Fans vorbei und ließ uns wissen, wie sehr er sich freute, dass so viele Leute gekommen waren. Stephanie Cole und Roger Allem grüßten ebenfalls sehr freundlich, als sie nacheinander das Studio betraten. Benedict wurde per Auto vor die Studiotür gefahren und stieg mit Mütze und Sonnenbrille aus. Die Fans freuten sich über ein „Hello“ und „Good Morning!“ und sein freundliches Lachen, bevor er im Studiogebäude verschwand.

Nachdem wir glückselig unsere Nummern auf den Vorabtickets bekommen hatten, gingen wir entspannt Kaffee und endlich etwas zu Essen holen. Nach weiterem Warten – nun waren wir alle bereits sehr neugierig und wollten nur noch rein – durften wir in das Studiogebäude und konnten nunmehr im Warmen weiter warten.

Gegen halb 2 wurden wir dann nach aufsteigenden Nummern endlich in das Studio eingelassen. Da wir Nummern unter „10“ hatten, konnten wir in der ersten Reihe Platz nehmen, direkt vor uns das Mikrophon und dahinter eine Stuhlreihe für die Schauspieler. Nachdem endlich alle einen Platz gefunden hatten, wurden wir über das Aufnahmeprozedere unterrichtet, sollten Probeklatschen und Probelachen – eine sehr lustige Einstimmung auf die darauf folgende, wohl eine der besten britischen Sticoms.

Endlich war es dann soweit!

Als erster betrat Roger Allem die Bühne, gefolgt von Benedict und John Finnemore, der dem Publikum begeistert zuwinkte und sich ganz offensichtlich besonders freute. Als Benedict dann genau uns gegenüber Platz genommen hatte, konnte dieser Tag nicht mehr viel besser werden.

Wie Fans wissen, haben die Episoden von Cabin Pressure als Titel Städtenamen in alphabetischer Reihenfolge. Die beiden Episoden, die wir nun zu hören bekamen, waren Städte zu V und W, welche sich als Vaduz und Wokingham herausstellten.

Zur großen Freude der Fans gesellten sich zur ersten Episode Vaduz noch weitere (Gast)Schauspieler zur MJN-Crew: Antony Head (als Herc, einen Piloten und Freund von Carolyn) sowie Matilda Ziegler (großartig als Prinzessin Theresa von Liechtenstein, sie hatte auch schon einen Gastauftritt in der Episode Boston). Dazu fanden sich weiters noch Kieran Hodgons (als Prinzessin Theresas Bruder wunderbar exaltiert und naiv) und Dan Tetsell (in einer Doppelrolle als schrecklich genervter Techniker sowie sehr boshafter Flugsicherheitsmitarbeiter mit extrem amüsanten Textzeilen) ein.

Bereits in den ersten Sekunden war klar – diese Schauspieler können es nicht nur, sie lieben, was sie tun. Ihr Zusammenspiel ist brilliant (um Arthur zu zitieren), sie sprechen ihre Rollen nicht nur, sie spielen sie, was das Zuschauen noch lustiger und erlebnisreicher machte (und was beim späteren Anhören nochmal ein Extralachen auslöst, weil man die Szenen vor sich hat).

So vollführte John mehrmals eine Verbeugung, die das Publikum so zum Lachen brachte, dass sein dazugehöriger Text im Nachhinein nochmal aufgenommen werden musste (mit der Bitte des Produzenten, das dies bitte ohne einen Mucks aus dem Publikum passieren musste;)).

Und Antony hatte Probleme mit seiner Textzeile „soft shoe shuffle“. Er verhaspelte sich so, dass Roger fragte, ob ER denn die Zeile sprechen soll. Auch diese Zeile wurde am Ende nochmal aufgenommen, wobei Benedict gemeinsam mit Roger und John zum Gaudium der Fans eine Art Cheerleading vor Antony hinlegten, ihm mit „come on“- Gesten anfeuerten und nach endlich erfolgreichem Recording des Satzes vor Freude jubelten. Bevor es in eine kurze Pause ging, beendete Benedict die Episode mit einem unglaublich schnellen und luftraubenden Off-Text und einem Luftsprung vor Freude.

Die Gastschauspieler von „Vaduz“ verabschiedeten sich, Antony nahm jedoch noch im Publikum Platz und gönnte sich die nächste Aufnahme: Wokingham.

Nun hatten wir erneut das Vergnügen von Gastschauspielern:

Die großartige und in UK sehr bekannte Prunella Scales (als Martins Mutter Wendy, die ganz reizend-ehrfürchtig von John angekündigt wurde), Justin Edwards (urkomisch als Martins Bruder Simon) sowie Rosie Cavaliero (als Caitlin, taffe Politesse und Schwester von Martin).

Wir sahen und hörten erneut Comedy erster Klasse.

In einer Szene hatte Simon seinen Bruder hochzuheben. Also packte Justin scheint’s ganz leicht Benedict, hob ihn in die Luft und hielt ihn dann in seinem linken Arm wie einen Sack. Benedict wurde beim Sprechen seiner Textzeile dabei ganz rot – vor Lachen und auch ob der anstrengenden Position, in Justins Arm zu hängen. Uns liefen die Tränen vor Lachen runter. Und Herc und Carolyn erfanden ein neues Wortspiel, bei dem nur einsilbige Worte benutzt werden durften. Die kreativen Dialoge und Antworten der Beiden waren selbst für die Schauspieler immer wieder ein Grund zu Kichern und zu Lachen.

Leider war auch diese Episode viel zu kurzweilig.

Bevor es dann aber endgültig vorbei war, gab es noch eine entzückende Überraschung für John: eine Fangruppe hatten aufgerufen, Fotos der „travelling lemon“ (bekannt aus einem anderen, irrwitzigen Spiel der MJN-Crew in der Episode Qikiqtarjuaq) einzusenden. Aus tausenden Bildern mit Zitronen in den skurrilsten Situationen rund um die Welt wurde dann ein tolles Buch angefertigt. Das Buch durfte ein Fangirl dann persönlich an John übergeben, der sichtlich ergiffen war und sich in einer sehr herzlichen Rede bedankte.

Ein wunderbares Ende eines extrem lustigen Tages (das Bauchweh vom Lachen erinnerte uns noch eine zeitlang daran J)!

Anfang 2013 hatten wir dann nochmal die Chance, beim vorerst letzten Cabin Pressure Recording live dabei zu sein. Unseren Bericht dazu findet ihr demnächst hier.